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  • Nicole

Es ist wichtig, wo wir gebären


So bald der Geburtstermin näher rückt, werden sie von ihrer betreuenden Hebamme oder Gynäkologin/Gynäkologe gefragt wo sie gebären möchten. Grundsätzlich muss jedes Spital welches eine Geburtenstation hat, sie auch aufnehmen. Ganz selten gibt es Aufnahmestopps, dann würden sie an ein anderes Spital verwiesen werden. Diese Aufnahmestopps dauern aber meist nur wenig Stunden. Aber ich schweife ab. Informieren sie sich bei Freunden und Verwandten, wo haben sie geboren, was war positiv/ was war negativ. Bedenken sie aber dass diese Freunde immer mit einem "Filter" sprechen, je nachdem wie die eigene Geburt war, nimmt man es anders war.


Für die Wahl des Geburtsortes würde ich folgendes empfehlen:

- Nehmen sie am Infoanlass teil

- wie lange geht die Autofahrt bis zum Geburtsort?

- wie habe ich mich bei der Besichtigung des Geburtsortes gefühlt?

- Ist es möglich dass der Partner bei einem übernachten kann auf der Wochenbettabteilung?


Folgende Fragen würde ich am Spital Infoanlass stellen:

-Wie viele Hebammen arbeiten auf jeder Schicht? (sagt aus wieviel Zeit die Hebamme für euch hat)

-Wie hoch ist die Kaiserschnitt Rate?

-Wo hin wird mein Kind verlegt bei Komplikationen?

-Ist ein Narkose-Team 24h vor Ort?

-Welche alternative Massnahmen gibt es zur Schmerzlinderung?


Was gibt es für verschiedene Möglichkeiten zum gebären?


Spital ohne Beleghebamme, ohne Belegarzt

Hier gehen sie bei Wehenbeginn in das ausgewählte Spital und kennen weder die betreuende Hebamme noch den betreuende Arzt.

Vorteil: braucht keine Vorbereitung

Nachtteil: man begibt sich in unbekannte Hände, muss das Vertrauen unter der Geburt aufbauen, Hebamme wechselt nach 8.5h wieder


Spital ohne Beleghebamme, mit Belegarzt

Der Gynäkologe/Die Gynäkologin welche sie schon in der Schwangerschaft betreut hat, betreut sie im Spital wieder. Wobei der Arzt erst ganz zum Schluss dazu kommt oder bei Komplikationen. Die meiste Zeit werden sie durch die Spitalhebamme betreut.

Vorteil: Spitalauswahl ist gegeben, man kennt einen von zwei Geburtsbegleitern bereits

Nachteil: Spital evtl weiter weg, längere Anfahrt mit Wehen, unbekannte Hebamme, Schichtwechsel der Hebamme


Spital mit Beleghebamme, Spitalarzt

Die Hebamme welche sie schon von der Schwangerschaft kennen, übernimmt die Betreuung während der Geburt. Meistens besucht sie die Familie bei Wehenbeginn und betreut das Paar so lange zu Hause, wie es ihnen wohl ist um dann in den Spital einzutreten. Der Spitalarzt kommt bei Komplikationen oder Geburt dazu.

Vorteil: Vertrauen in die Hebamme, kein Schichtwechsel

Nachteil: Interventionen werden je nach Spital angewendet


Spital mit hebammengeleitete Geburt

Eine Spitalhebamme begleitet sie durch die verschiedenen Phasen der Geburt. Alternative Methoden zur Schmerzlinderung werden eingesetzt und eine zweite Hebamme kommt bei Geburt dazu. Sobald es zu Komplikationen kommt oder eine PDA gewünscht wird, kommt die Familie ins Arzt/Hebammen Modell. Die betreuende Hebamme bleibt die Gleiche.

Vorteil: natürliche, ruhige Geburt, möglichst wenig Störungen

Nachteil: Aufwand weil es ein Eignungsgespräch braucht im Spital


Geburtshaus

Die Hebamme betreut das Paar bis zu 12h. Das Paar lernt das Hebammenteam bereits in der Schwangerschaft kennen. Es werden alternative Methoden zur Schmerzlinderung eingesetzt. Wenn eine Verlegung notwendig sein sollte, wird in das nächste Spital verlegt.

Vorteil: natürliche, ruhige Geburt, viel Selbstbestimmung, wenig Störung

Nachteil: evtl Verlegung, evtl lange Autofahrt ins nächste Geburtshaus


Hausgeburt

Die Hebamme welche man schon von der Schwangerschaft kennt, betreut einem in den eigenen vier Wänden. Es findet kein Wechsel statt, eine zweite Hebamme kommt zur Geburt dazu. Bei Komplikationen wird ins nächste Spital verlegt.

Vorteil: maximale Privatsphäre, keine Autofahrt mit Wehen

Nachteil: gute Vorbereitung, eigenes Gebärzimmer einrichten, evtl Pool besorgen


Ganz zum Schluss stellen sie sich immer die Fragen, ob sie an ihrem Geburtsort komplett los lassen und entspannen können, dann ist es der Richtige.


Gute Geburt!







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