Suche
  • Nicole

Gut Ding will Weile haben

Die letzten vier Wochen vor der Geburt sind oft zäh wie Kaugummi, die Zeit geht kaum voran. Jedes Ziehen wird registriert, gedeutet, gegooglet, alles könnte auf die bevorstehende Geburt deuten. Und am nächsten Morgen wacht man wieder ohne Baby auf.


Wann die Geburt stattfindet, ist eines der grossen Geheimnisse einer Schwangerschaft. Wenn kein Kaiserschnitt oder Einleitungstermin festgelegt ist, dann kann niemand eine bevorstehende Geburt voraussagen. Sicher gibt's es ein paar unsichere Geburtsbeginnzeichen wie Verlust des Schleimpropfes oder Senkwehen oder das Senken des Bauches. Aber diese Zeichnen müssen nicht unbedingt kommen und sie sagen auch nicht aus wann die Eröffnungswehen beginnen. Zum Beispiel kann es nach dem Schleimpropfabgang noch gut zwei Wochen dauern bis das Baby sich auf dem Weg macht.


Ich rate schwangeren Paaren immer den errechneten Geburtstermin für sich zu behalten. Es reicht völlig Mitte April oder am besten noch zwei Wochen draufzusetzen und Ende April zu sagen. Ich finde, es trägt nicht zur Geduld bei, wenn man jeden Morgen 10 Sms draufhat, ob nun das Baby schon auf der Welt sei.


Abgesehen davon, dass die Natur das sehr clever gemacht hat, dass man gegen Ende der Schwangerschaft sehr langsam wird, ist es auch wirklich die Zeit um sich auf die kommende Elternschaft einzustellen. Dort geht es nämlich auch nur noch langsam, in kleinen Babyschritten sozusagen. Mein Ratschlag ist, die letzten vier Wochen noch zu geniessen, dass kann man zwar fast nicht mehr hören am Schluss, aber es ist wirklich so. Ich würde eine Bucketlist erstellen. Darauf könnte zum Beispiel stehen: Ungestört die Nägel machen, einen Mittagsschlaf einlegen, stundenlang Fernseh schauen oder was ganz schönes; ein Brief an den Partner schreiben, diesen aufbaren und vorlesen, wenn euer Baby 3 Monate alt ist.


Und bei aller Ungeduld denkt immer daran, ihr seit im Endspurt, es ist noch keines drin geblieben.


28 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Wunschkind