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  • Nicole

Meine Tipps für die erste Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit

Aktualisiert: Jan 5



Eine Bekannte von mir hat sich kürzlich in den Mutterschaftsurlaub abgemeldet, welche sie ab ende Januar startet. Ich habe ihr angeboten dass sie sich gerne für Fragen bei mir melden dürfe und da kam mir die Idee für diesen Blogeintrag. Ich möchte einmal alles niederschreiben was ich von Herzen empfehlen kann und gute Erfahrungen gemacht habe bei meinen Familien welche ich begleite.


Schwangerschaft:

Ich wünsche mir, dass die Schwangerschaft ihren Platz bekommt, geniessen ist je nach Schwangerschaft ein grosses Wort. Aber das man raus aus dem Arbeits-Hamsterrad kommt und rein in die Langsamkeit, die es als Eltern einfach braucht. Spaziergänge an der frischen Luft anstelle von Fitnessstudio um auch den Schwangerschaftsbody zu formen. Ein gutes Buch am Abend, anstelle von Beantworten der Emails von zu Hause aus. Raus aus dem "Mitarbeiterin des Monats" Modus hinein in "Mut zur Lücke".


Ich wünsche mir, dass der Körper gepflegt wird, dass der Bauch eingeölt wird. Stützstrümpfe getragen werden und ein feiner Schwangerschaftstee als Begleiter getrunken wird. Die Mischung von Ingeborg Stadelmann ist ein toller Schwangerschaftstee, das Lavendelbad von Weleda eine gute Einschlafhilfe, und 1&11 Schüsslersalz Salbe eine tolle Creme für den Bauch und die Oberschenkel. Das Stillkissen hilft in der Nacht bequem zu Liegen, Rescue Night von Bachblüten hilft schneller wieder einzuschlafen nach dem Pipi Stopp.


Schwangerschaftsbegleitung: ich kann Schwangerschaftskontrollen durch eine Hebamme sehr empfehlen, sie hat 3x soviel Zeit wie ein Gynäkologe und kennt oft gut Tipps und Tricks gegen Schwangerschaftsbeschwerden.


Geburtsvorbereitungskurse: werden sicher überbewertet, ihr könnt auch prima ohne gebären. Auch Atmen könnt ich seit ca 30 Jahren wunderbar selbstständig. :-) Was ich gut finde an einem Kurs, ihr lernt zum Beispiel schon die Hebammen von euren Geburtsort kennen. Oder ihr wählt bewusst einen Kurs wo es mehr als nur um das Gebären geht. Wie zum Beispiel bei meinem, welchen ich zusammen mit Daniela Hoq gebe, mehr Infos auf Familiewerden.ch. Was ich noch viel mehr empfehlen kann als den Geburtsvorbereitungskurs, ist ein Notfhelferkurs für Kinder welcher ihr beim SRK besuchen könnt.


Autorenempfehlung: Ingeborg Stadelmann, Ina May Gaskin, Nicola Schmid


Geburt

Wählt euren Geburtsort mit viel Wissen aus, denn es ist wichtig wie die Geburt verläuft. Schaut auch die Homepage aus, für was wirbt der Spital. Sind die Zimmer besonders schön, oder wird vor allem auf Alternativmedizin gesetzt. Was ist für euch wichtig? Sind Familienzimmer verfügbar? Wie werden die Kinder betreut, wenn sie Startschwierigkeiten haben? Wie hoch ist die Kaiserschnittrate? Wie viele Hebammen sind auf der Schicht? Gibt es auch Beleghebammen am Spital? Gerade beim ersten Kind müsst ihr nicht möglichst schnell im Spital sein, sondern könnt auch ruhig auch etwas weiter gelegene anschauen, ihr habt ziemlich sicher genügend Zeit.


Besucht auch mal ein Geburtshaus, eine ganz tolle Alternative. Eigentlich jedes Geburtshaus das ich kenne hat Einzelzimmer im Wochenbett, hat viel Zeit für die Betreuung der Gebärenden und ein überzeugendes "Notfallkonzept".


Wer begleitet euch zur Geburt? Heutzutage ist es oft der Partner, aber vielleicht ist das gar nicht der beste Begleiter. Beispielweise weil er kein Blut sehen kann, oder Mühe hat wenn er euch leiden sieht oder sich in einer Spitalumgebung sehr unwohl fühlt. Vielleicht ist eine Freundin oder ein Familienmitglied die grössere Stütze für euch. Sprecht offen darüber!


Wehenfördernde Massnahmen: Es gibt ganz viel was wehenfördernd sein soll. Aber nur eine "geburtsbereite" Gebärmutter macht wirklich Wehen. Deshalb würde ich mich nicht auf den Kopf stellen, sondern ab Woche 37 nicht mehr arbeiten, viel Zeit und Ruhe gönnen und die Hormone arbeiten lassen.


Wochenbett

Ganz ganz wichtig, wenig Besuch haben ist absolut okay. Ihr dürft einen neuen Menschen in euer Familie begrüssen und das braucht Zeit. Wie meldet sich das Neugeborene wenn es Hunger hat? Wie klingt es wenn ein Bäuerchen raus muss? Und es ist und bleibt der beste Geruch der Welt. Nur wenn ihr viel mit eurem Baby zusammen seit, könnt ihr es bald verstehen, seine Zeichen lesen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Natürlich möchte man das kleines Wunder auch seinen Liebsten vorstellen, aber bittet sie doch etwas zu Essen mit zu bringen oder für euch Einzukaufen. Das ist die grössere Hilfe, als wenn der Besuch mit dem Baby spazieren geht.


Stillen ist nichts selbstverständliches, es braucht ganz viel Übung von Mutter und Kind. Habt Geduld nach zwei-drei Wochen geht es schon viel besser und ihr werdet eingespielter. Für wunde Brustwarzen kann ich Silberhütchen von Silverette sehr empfehlen.


Eine gute Tragehilfe oder ein Tuch bietet dem Baby viel Nähe und ihr habt trotzdem die Hände frei.

Eine Trageberatung bei euch zu Hause ist Goldwert, ihr könnt verschiedene Tücher und Tragehilfen gemeinsam mit eurem Baby testen und merkt so schnell was zu euch passt. Das ist übrigens auch ein tolles Geschenk für frischgebackene Eltern.


Ab der dritten Woche leiden viele Neugeborene unter Bauchschmerzen, ein Teufelskreis beginnt. Sie weinen weil sie Hunger haben, essen, der Magen hat Mühe die Menge zu verdauen und sie beginnen zu weinen, dadurch schlucken die Kleinen Luft und der Bauch tut noch mehr weh. Eine Bauchmassage (Kreisen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel) tut gut, aber auch Wärme durch ein Kirschkernkissen oder das obengenannte Tragen. Wichtig es geht vorüber, meistens ist in der 6. Woche der "Schrei Höhepunkt" und danach wird es besser. Ich kann Craniosacraltherapie als Unterstützung sehr empfehlen, Nadine Stadtmüller von cranio-th.ch macht einen ganz wunderbaren Job und kommt zu euch nach Hause.


So und nun wünsch ich euch eine wunderbare Kennenlernzeit mit eurem Baby!


Ich empfehle in diesem Artikel einige Dinge aus Überzeugung und nicht weil ich Geld dafür bekomme.



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